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Kleiner Stich mit Folgen

Vorbeugung

Barrierefunktion der Haut
Informationen zum Thema Hautschutz
 

Hauterkrankungen sind seit mehreren Jahren die am häufigsten angezeigten Berufskrankheiten bei Beschäftigten im Gesundheitsdienst.
Dabei sind fast immer die Hände betroffen. Der Grund dafür liegt in den vielen Gefahren, die in diesem Bereich auf die Haut der Hände einwirken:

  • häufiges Händewaschen,
  • Händedesinfektion,

  • Entstehung eines Nässestaus durch das Tragen von Handschuhen,
  • Tragen von gepuderten Handschuhen, die zu allergischen Reaktionen führen können usw.

Zu den allergischen Hauterkrankungen kommt es häufiger bei den Menschen, die eine Neigung zur Überempfindlichkeitsreaktionen haben (sog. Atopiker).

Zur Vorbeugung der Hauterkrankungen gibt es Hautschutzpläne. Sie müssen auf jeden einzelnen Arbeitsplatz bzw. auf jedes Arbeitsverfahren abgestimmt sein. Die Hautschutzpläne berücksichtigen drei wichtige Aspekte:

  • den präparativen Hautschutz vor bzw. während der Arbeit,
  • die Hautreinigung und
  • die Hautpflege.

Das häufige Händewaschen und die Benutzung von Seifen können zur Austrocknung der Haut führen. Nach Patientenkontakten reicht es daher in vielen Fällen aus, die Hände nur zu desinfizieren, da dies die Haut weniger belastet als das Waschen.

Der präparative Hautschutz mit Hautschutzmitteln hat die Aufgabe, eine Barriere zwischen den schädigenden Einflüssen und der Haut zu schaffen. Die Hautschutzpräparate werden deshalb vor bzw. während der Tätigkeit angewendet.

Die Hautpflege nach oder während der Arbeit leistet einen erheblichen Beitrag zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der Hautbarrierefunktion. Die Hautpflegepräparate werden nach der Tätigkeit auf die Haut aufgetragen.

Bei der Auswahl der Präparate sollte darauf geachtet werden, dass sie allergenarm sind, d. h. keine Zusätze von Duft- oder Konservierungsstoffen enthalten. Auch Präparate mit Beimengung von vermeintlichen Heilkräutern führen häufiger zu allergischen Reaktionen als neutrale Produkte.

Beim Auftragen der Hautschutz- und Hautpflegepräparate sollte darauf geachtet werden, dass

  • sie zuerst auf den Handrücken aufgetragen und mit dem anderen Handrücken grob verteilt werden,
  • sie auch in die Fingerzwischenräume, die Fingerkuppen und die Fingernägel einmassiert werden und zum Schluss
  • das verbleibende Präparat dann auf den Handinnenflächen und im Bereich der Handgelenke appliziert wird.

Bei schon vorgeschädigter Haut ist der Hautschutz nicht mehr wirksam. Betroffene sollten daher umgehend ihren Betriebsarzt oder einen Hautarzt aufsuchen.

Eine kleine Marktübersicht von Herstellern von Hautschutzpräparaten finden Sie hier.