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Kleiner Stich mit Folgen

Glossar

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Verbandbuch
 

Unfälle, bei denen versicherte Personen getötet werden oder so verletzt sind, dass sie mehr als drei Tage arbeitsunfähig werden, müssen laut § 193 SGB VII vom Unternehmer an die Unfallkasse NRW gemeldet werden. Für diese Meldung stehen entsprechende Unfallanzeigen zur Verfügung.
Grundsätzlich müssen jedoch alle Erste-Hilfe-Maßnahmen im Verbandbuch dokumentiert werden. Ersthelfer, Betriebssanitäter oder der betriebsärztliche Dienst notieren zum Beispiel im Verbandbuch jede auch noch so kleine oder harmlose Verletzung. Hierbei ist es unwichtig, ob Verbandmaterial verbraucht wurde oder nicht. Entscheidend ist die durchgeführte Erste-Hilfe-Leistung.

Folgende Daten müssen sich den Aufzeichnungen entnehmen lassen:

  • Zeit, Ort (Unternehmensteil) und Hergang des Unfalls bzw. des Gesundheitsschadens,
  • Art und Umfang der Verletzung bzw. der Erkrankung,
  • Zeitpunkt, Art und Weise der Erste-Hilfe-Maßnahme,
  • Name des Versicherten,
  • Name des Zeugen,
  • Namen der Personen, die Erste Hilfe geleistet haben.

Wichtig ist, dass die Eintragungen gewissenhaft und konsequent durchgeführt werden, weil mit ihnen dokumentiert wird, dass sich der Versicherte die Verletzung bei einer versicherten Tätigkeit zugezogen hat. Darüber hinaus geben die Eintragungen wichtige Informationen auf mögliche Unfallschwerpunkte. Die Auswertung dieser Informationen kann daher auch für mögliche Präventivmaßnahmen im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes hilfreich sein.

Aufbewahrungspflicht
Die Aufzeichnungen können im Verbandbuch, in einer Kartei oder im Wege der elektronischen Datenverarbeitung erfasst werden. Sie müssen wie Personalunterlagen behandelt und mindestens fünf Jahre aufbewahrt werden.