or

Kleiner Stich mit Folgen

Glossar

Glossar
Unfallkasse
 

Die Unfallkasse (www.unfallkasse-nrw.de) ist ein Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Die gesetzliche Unfallversicherung ist wie die Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ein Zweig des Sozialversicherungssystems der Bundesrepublik Deutschland. Sie sind die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand.

Als Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand leistet die Unfallkasse Versicherungsschutz für alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, also Mitarbeiter des Landes, der Kommunen etc. Darüber hinaus ist sie die gesetzliche Schülerunfallversicherung. Alle Kindergartenkinder, Schüler und Studenten sind wie Arbeitnehmer auf dem Weg zu Bildungseinrichtung und in der Bildungseinrichtung gesetzlich unfallversichert. Außerdem sind viele gemeinnützige Tätigkeiten sowie alle privaten Hausangestellten bei uns hier versichert.

Die Unfallkasse versteht sich als Dienstleister, der Beratung, Aufklärung und Schulung für Versicherte und Mitgliedsunternehmen als Service anbietet, dabei aber keine gewinnorientierte Privatversicherung ist, sondern eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Organe der Selbstverwaltung sind der Vorstand und die Vertreterversammlung.

Die laufenden Geschäfte der Verwaltung werden hauptamtlich von der Geschäftsführung des Verbandes wahrgenommen. Die Mitgliedsunternehmen bzw. Arbeitgeber tragen mit ihren Mitgliedsbeiträgen den wesentlichen Teil der Finanzierung des Verbandes. Die Unternehmen und Arbeitgeber zahlen die Beiträge allein. Im Fall der Unfallkassen sind das Land und die Kommunen die Arbeitgeber. Hierdurch werden in der Regel Schadenersatzansprüche der Versicherten ausgeschlossen (Grundsatz der „Ablösung der Unternehmerhaftpflicht“).

Für die Versicherten ist der Versicherungsschutz beitragsfrei. Mit ihren Beiträgen werden auch alle gemeinnützigen Tätigkeiten der „zeitweise Versicherten“, die sich beispielsweise in Hilfeleistungsunternehmen, wie dem Malteser-Hilfsdienst oder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) oder als Nothelfer bei Unfällen engagieren, finanziert. Diese Mitgliedsunternehmen sind beitragsfrei. Die entstehenden Kosten für diese Mitgliedsunternehmen sowie für die „zeitweise Versicherten” werden nach der „Einwohnerzahl“ auf die Städte und Gemeinden umgelegt. Weitere Mittel erhält der Verband u. a. aus Zinserträgen und Regresseinnahmen.

Die Broschüre BGI/GUV-I 506 „In guten Händen. Ihre gesetzliche Unfallversicherung“ enthält weitere Informationen.