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Glossar

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Serumtransaminasen
 

Serumtransaminasen (syn. Aminotransferasen) sind zu den Transferasen gehörende Enzyme mit der prosthetischen Gruppe Pyridoxalphosphat, die Aminogruppen übertragen (Transaminierung), z. B.

  • Aspartataminotransferase,
  • Gammaglutamyltransferase oder
  • Alaninaminotransferase.

Sie befinden sich in Leberzellen und gelangen massiv ins Blut, wenn diese geschädigt sind.

Aspartataminotransferase
Abk. AST, ASAT; neue Bezeichnung für Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (Abk. GOT) ist ein Enzym, das die Übertragung von Aminogruppen von Aspartat auf Ketosäuren (v. a. Alphaketoglutarsäure) und die Bildung von Oxalacetat und L-Glutamat katalysiert.

Vorkommen
In Leber, Herz, Skelettmuskel, Niere, Gehirn (Isoenzyme); erhöhte Werte u. a. bei Lebererkrankungen, Herzmuskelschädigung.

Alaninaminotransferase
Abk. ALT, ALAT; syn. Alanintransaminase; neue Bezeichnung für Glutamat-Pyruvat-Transaminase (Abk. GPT) ist ein Enzym, das die Umwandlung von L-Glutamat u. Pyruvat zu L-Alanin u. Alphaketoglutarat reversibel katalysiert.

Vorkommen
V. a. in der Leber; erhöhte Werte im Serum bei Lebererkrankungen u. Cholestase. Aufgrund eines genetischen Polymorphismus lassen sich mind. zehn Enzymmuster mit drei häufig vorkommenden autosomal-kodominant erblichen Enzymvarianten (ALT 1, ALT 2, ALT 2-1) differenzieren (für die Abstammungsbegutachtung wichtig).

Gammaglutamyltransferase
Abk. GGT bzw. y-GT, auch Gammaglutamyltranspeptidase (Abk. GGTP), ist ein Enzym, das Glutamylreste von Glutathion auf Aminosäuren und Peptide überträgt.

Vorkommen
V. a. in Niere, Leber (insbes. in den intrahepatischen Gallenwegepithelien), Pankreas, Milz, Dünndarm; erhöhte Werte bei Erkrankungen der Leber und Gallenwege (z. B. Cholestase, Fettleber, Tumoren, medikamenten- u. alkoholbedingt).