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Kleiner Stich mit Folgen

Glossar

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Insulinpens
 

Automatische Insulininjektionssysteme, sogenannte Insulinpens, verfügen über ein Reservoir für Insulin und einen einstellbaren Dosiermechanismus, der die Applikation für die Anwender erleichtert:

Nach dem Aufschrauben einer Einmalkanüle wird lediglich die exakte Dosis eingestellt. Die Verabreichung erfolgt dann unkompliziert und exakt auf Knopfdruck.

Dieses System wurde für die Vereinfachung der Eigenmedikation konstruiert. Hier hat es sich millionenfach bewährt und die herkömmlichen Insulinspritzen fast vollständig verdrängt.

Allerdings haben Diabetiker, die diese Systeme nutzen, die Einweginjektionsnadel nicht unbedingt nach jeder Injektion gewechselt. Oft wird die Nadel nach der Injektion wieder in die Schutzhülle zurückgesteckt und mehrmals wieder verwendet.
Dies geschieht sowohl aus Kosten- als auch aus Bequemlichkeitsgründen und ist, da es in voller Eigenverantwortung der Anwender selbst geschieht, lediglich aus hygienischer Sicht ein Problem.

Zunehmend findet man diese Pens auch auf den Stationen der Krankenhäuser. Zum einen bringen Diabetiker ihre eigenen Pens ins Krankenhaus mit, oder die Insulingabe erfolgt schon im Anfangsstadium einer Therapie mit diesen Systemen auf der entsprechenden Station. Auch bei ambulanten Pflegediensten werden die Patienten oft nur noch mit ihren eigenen Insulinpens therapiert.

Die von den Herstellern nicht vorgesehene Mehrfachverwendung der Kanülen wird dabei offenbar beibehalten; die sehr kleinen, sehr dünnen Nadeln werden zur Wiederverwendung in die sehr kleine Schutzhülle zurückgesteckt, wobei es sehr häufig zu Nadelstichverletzungen kommt.