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Kleiner Stich mit Folgen

Gefahr

Welche Erreger können übertragen werden?
HB-Durchimpfungsrate
 

Die Anzahl der Beschäftigten, die mit dem Hepatitis-B-Impfstoff immunisiert wurden, variiert von Krankenhaus zu Krankenhaus. Bei den Beschäftigten, bei denen eine regelmäßige und kompetente arbeitsmedizinische Vorsorge gewährleistet ist, beträgt sie über 90 %. Dies konnten die im Rahmen zweier aktueller Studien zur Häufigkeit der Nadelstichverletzungen (mittels standardisierter Fragebögen) bei den Beschäftigten im stationären Bereich eines Universitätsklinikums (Durchimpfung 93 %) und bei den Mitarbeitern unterschiedlicher Rettungsdienste (95 %) erhobenen Daten bestätigen.

Allerdings weist insbesondere der „niedergelassene Bereich” teilweise immer noch nicht zufriedenstellende Durchimpfungsraten auf. Dies spiegelt sich in der Zahl der als Berufskrankheit angezeigten Hepatitis-B-Erkrankungen: Die Hepatitis B ist nämlich immer noch die am häufigsten gemeldete Infektionsberufskrankheit.

Bei einer geringeren Zahl der Impflinge ist die Immunantwort nach einer Hepatitis-B-Impfung schwach oder nicht ausreichend. Der Anteil an diesen sogenannten Low- und Nonrespondern ist mit 2 % bzw. 5 bis 7 % verhältnismäßig gering und bei jüngeren, vorschriftsmäßig Geimpften (kühl gelagerter Impfstoff, Einhaltung vorgeschriebener Impfabstände usw.) verschwindend gering. Diese Beschäftigten müssen im Falle einer NSTV als HBV-nicht-immun und dadurch als hochgefährdet betrachtet werden.

Weiterführende Literatur

KRALJ, N., HASSELHORN, HM., HOFMANN, F., NÜBLING, M.: Untersuchung zur Ermittlung der optimalen Hepatitis-B-Auffrischung von Non- und Lowrespondern. In: Hofmann F, Reschauer G, Stößel U, Hrsg. Arbeitsmedizin im Gesundheitsdienst XI. Freiburg im Breisgau: edition FFAS; 1998:185-190

KOMMERELL, B., KRALJ, N., HOFMANN, F.: Vorgehen bei „Versagen“ der Hepatitis-B-Schutzimpfung. Dokumentationsband über 44. Jahrestagung der DGAUM. Fulda. Rindt-Druck; 2004; 388-90