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Kleiner Stich mit Folgen

Arbeitsschutz

Verantwortlichkeiten 
Arbeitnehmer
 

Pflichten der Beschäftigten
Ein guter und wirksamer Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb kann nicht durch die Bemühungen des Arbeitgebers allein erreicht werden; alle Maßnahmen des Arbeitsschutzes müssen von den Beschäftigten akzeptiert und getragen werden. Diese Mitwirkungsverpflichtung ist im Sozialgesetzbuch VII, im Arbeitsschutzgesetz und in der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention” (GUV-V A 1) verankert. Eine gelungene wechselseitige Verknüpfung von Arbeitgeber- und Mitarbeiterpflichten ist die Gewährleistung für einen modernen und erfolgreichen Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb.

Alle Beschäftigten haben nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Unternehmers für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie für Sicherheit und Gesundheitsschutz derjenigen zu sorgen, die von ihren Handlungen oder Unterlassungen betroffen sind. Zudem besteht die Verpflichtung, dem Unternehmer oder dem zuständigen Vorgesetzten jede von ihnen festgestellte unmittelbare erhebliche Gefahr für die Sicherheit und Gesundheit sowie jeden an den Schutzvorrichtungen und Schutzsystemen festgestellten Defekt unverzüglich zu melden. Die Mitteilung über festgestellte Gefahren für Sicherheit und Gesundheit sollte auch an die Fachkraft für Arbeitssicherheit, den Betriebsarzt oder den Sicherheitsbeauftragten erfolgen.

Stellt ein Beschäftigter fest, dass im Hinblick auf die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren

  • ein Arbeitsmittel oder eine sonstige Einrichtung einen Mangel aufweist,
  • Arbeitsstoffe nicht einwandfrei verpackt, gekennzeichnet oder beschaffen sind
    oder
  • ein Arbeitsverfahren oder Arbeitsabläufe Mängel aufweisen,

hat er, soweit dies zu seiner Arbeitsaufgabe gehört und er über die notwendige Befähigung verfügt, den festgestellten Mangel unverzüglich zu beseitigen. Andernfalls hat er den Mangel dem Vorgesetzten unverzüglich zu melden (§ 16 Abs. 2 GUV-V A 1).